Kohle im Weltall?

Grevenbroich (depp) – Schon jetzt wissen die Kumpels aus dem Braunkohletagebau, wie es trotz der ambitionierten Klimaziele aus Paris mit der Kohle in Deutschland weitergehen wird. Die Verstromung des schwarzen Goldes sei nicht mehr modern, „deswegen müssen wir uns nach Alternativen umschauen,“ so Frau Hansen vom Dachverband der Kohleindustrie.

In einer Kooperation der Universität Freiburg und der Uni Köln ist so unter dem Motto „Mehr braun – weniger husten“ ein Innovationsprojekt gestartet, das die Braunkohleförderung über das Jahr 2020 hinaus garantieren soll. So wurden Alternativen zu den klassischen Kohlekraftwerken erforscht. Herr Makulischek, Sprecher des Kölner Institut für verteilte Echtzeitinnovation, formulierte es so: „Wenn wir es schaffen, die Braunkohle auch in den Zukunftstechnologien wie Kernfusion oder der Weltraumfahrt zu positionieren, können wir tausende Arbeitsplätze sichern. In der Anlage Wendelstein 7-X in Greifswald sind bereits letzte Woche Experimente angelaufen, Kohlemoleküle zu sogenannter „Super-Kohle“ zu verschmelzen. Diese soll in Zukunft als Raketentreibstoff dienen, und Deutschland helfen, sich als Mitbewerber zu Russland, USA und auch der europäischen Weltraumagentur „ESA“ mit einem eigenen Weltraumprogramm zu positionieren. „Die alten Braunkohlereviere können wir dann zum Weltraumhafen umfunktionieren“, so Makulischek. „Das schafft neue Arbeitsplätze, und die ganzen Anwohner sind ja eh schon weg.“

Der Freiburger Ansatz, Braunkohle als Baumaterial für Nullenergiehäuser zu verwenden, wird jedoch skeptisch gesehen. Obwohl die Freiburger Feuerwehr bereits vier Einsätze bei dem Versuchshaus hinter sich hat, sei man sich aber trotzdem sicher, dass man die Probleme der Massivkohlebauweise in den Griff bekommen werde.

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