Nachbarschaftsstreit eskaliert – Nymphensittich erschossen

In den frühen Morgenstunden fand heute in Freiburg-Herdern ein Nachbarschaftsstreit ein blutiges Ende. Nachdem ein Rentnerehepaar ihrer Nachbarin mehrfach wegen Lärmbelästigung mit der Polizei, dem Militär sowie ihrem kampfsportbetreibenden Enkel gedroht hatte, erschoss die junge Frau vom Balkon aus den Nymphensittich der Rentner. „Kiki“, so der Name des Tieres, verendete sofort. Anneliese M., die Besitzerin des Vogels, zeigte sich entsetzt und erbost: „Wir wollen doch einfach nur unsere Ruhe! Was kann Kiki denn dafür, dass das junge Fräulein so einen Lärm macht? Wir konnten einfach nicht schlafen. So etwas gibt es bei uns nicht, dass man so spät noch Krach macht. Wir sind ordentliche Menschen.“ Die Rentnerin will ihre Nachbarin nun wegen Sachbeschädigung verklagen. „Unser Anwalt hat grad eh zu wenig zu tun.“

Die Nachbarin mit dem Luftgewehr wehrte sich gegen die Vorwürfe des Ehepaares, sie habe spät noch Lärm gemacht. „Wenn Sie in Ihrem Wohnzimmer sitzen, sich flüsternd mit ihren Freunden unterhalten und dann trotzdem permanent das Rentnerkommando von nebenan klingelt, weil es zu laut sei, dann würden auch Sie die Beherrschung verlieren, glauben Sie mir“, sagte die junge Frau unseren Reportern. „Außerdem kann man gar nicht wissen, ob der Vogel wirklich tot ist – vielleicht schläft er nur?“ Wo sie den treffsicheren Umgang mit dem Luftgewehr gelernt hat, wollte sie nicht verraten, drohte aber an, sich des Yorkshire-Terriers „Manfred“ des Ehepaars M. anzunehmen, falls der „Rentnerterror“ nicht aufhöre. „Ich hab‘ noch mehr als genug Patronen. Zitieren Sie mich ruhig so.“

 

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