Freibad: Springen vom Beckenrand nun erlaubt

Laut einer Pressemitteilung des deutschen Verbandes für Hallen- und Freibäder (DVHF), die heute morgen erschien, erfährt die Spring- und Hüpfordnung in Deutschland eine eklatante Änderung. Ab 7. Juni 2014 ist es nun in allen deutschen Freibädern gestattet, auch vom Beckenrand ins Wasser zu springen. Der Pressesprecher des DVHF, Julian Sorglein, erklärte diesen Beschluss folgendermaßen: „Das Springen vom Beckenrand ist aus Sicherheitsgründen nicht riskanter als das Springen vom Sprungturm. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Springende bzw. Hüpfende sich verletzt, ist, wie uns ein Expertenteam versicherte, beim Springen oder Hüpfen vom Beckenrand sogar noch geringer.“ Aus diesen Gründen habe man sich entschieden, das Verbot aufzuheben. Der Erlass, der noch aus dem Jahre 1888 stammt, war die erste Amtshandlung des damals frisch gekrönten Kaisers Wilhelm II, der sich im Kindesalter eine schwere Armverletzung in einem Schwimmbad zuzog, nachdem sein übergewichtiger Spielkamerad Helmut des Prinzens Kopf nur um Haaresbreite mit seinem Gesäß verfehlte.

Diese Neuerung, die pünktlich zur heißen Phase der Freibadsaison eintritt, wird nicht von allen Betroffenen positiv aufgenommen. In einem Interview mit Freiburg Heute erklärte der Vorsitzende des Freiburger Vereines für Miesepeter und Bademeister, Michael Zähringer: „Wir sind von dieser Entscheidung ganz und gar nicht begeistert. Das bedeutet Anarchie und Chaos für alle Freibäder! Welche Aufgabe kommt dem Bademeister denn dann noch zu, wenn er das Springen vom Beckenrand nicht mehr verbieten darf? Meine Kollegen und ich empfinden dies als Affront und als Demütigung. Auch die Trillerpfeifenindustrie wird das nicht kalt lassen.“ Man werde nicht nur gegen den Beschluss klagen, auch Streiks und Demonstrationen in ganz Südbaden seien bereits geplant. Die Gewerkschaft der Klavierstimmer, Enten- und Taubenfütterer sowie der Datenschutzbeauftragten solidarisierte sich bereits mit den Betroffenen.

Anders sieht die Entscheidung Mike-Kevin Schabronski, stellvertretender Vorsitzender des Freiburger Clubs der Arschbomber (FCA): „Endlich wurde diese heilige Kuh der deutschen Freibadkultur geschlachtet! Das Springen vom Beckenrand ist nicht nur völlig ungefährlich, es macht sogar viel mehr Spaß. Jeder weiß, dass eine ordentliche Arschbombe vom Beckenrand aus viel beeindruckender aussieht als beispielsweise vom Fünfer. Das wird die Arschbombenkultur in Deutschland revolutionieren. Ich bin stolz, dass ich das noch erleben darf!“

Inwieweit diese Veränderung der Spring- und Hüpfordnung tatsächlich Deutschlands Freibäder verändern wird – positiv oder negativ -, wird sich spätestens dieses Wochenende zeigen, wenn bei Rekordtemperaturen wieder Massen in die Freibäder strömen.

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