Aktuelle Studie enthüllt: Freiburg ist immer noch nicht wie Berlin

Schon lange haben Verbände wie der Verein Nachtleben für Erstsemester realisieren e.V. (NERV) sowie HIP!STER (Zusammenschluss der Initiative Heute ist Party! sowie der unabhängigen Liste Sterni für Freiburg) beanstandet, was eine unabhängige Untersuchung des Institutes für Soziologie der Uni Freiburg nun bestätigt hat: Freiburg ist nach wie vor nicht wie Berlin.

Juniorprofessorin Thomasine Corinna Tronik, verantwortlich für die Untersuchung, fasst die Ergebnisse der über einen Zeitraum von drei Jahren unternommenen Erhebung für Freiburg Heute zusammen: „Im Gegensatz zu allen Erwartungen lassen sich Freizeit- sowie kulturelles Angebot Freiburgs nicht mit dem Berlins vergleichen. Sogar hinter Städten wie Hamburg, München, oder Köln liegt Freiburg zurück.“ Nach den Gründen für diese frappierende Differenz gefragt, kann Tronik nur auf die kommunale Politik verweisen. „Freiburg ist genauso Großstadt wie Berlin oder Hamburg. Es gibt also rein technisch keinen Grund, weswegen hier weniger gehen sollte. Ich sehe ganz klar ein Versagen der Stadtverwaltung.“

Justus-Konstantin Müller-Schwallkowsky, Sprecher der NERV-Initiative, zeigt sich erfreut über die Untersuchung. „Endlich wurde bestätigt, was wir schon immer geahnt haben“, kommentiert der 20-jährige, ursprünglich aus Konstanz stammende hauptberufliche Arztsohn, der bereits seit einem halben Semester in Freiburg ansässig ist. Doch die aus der Studie gezogenen Schlussfolgerungen gehen ihm noch nicht weit genug. Politisches Versagen allein könne zum Beispiel den schlechten Modegeschmack der Freiburger, die häufig in Funktionskleidung gesichtet werden, nicht erklären. „Wichtige weitere Faktoren sind natürlich, dass die Leute hier einfach total lame sind. Und komisch reden.“

Die Stadtverwaltung selbst möchte solche Kritik natürlich nicht unkommentiert lassen. Der stellvertretende Leiter des Bürgeramtes, Albrecht Ordnung, weist stolz darauf hin, dass es der Stadt gelungen sei, an Orten wie dem Stühlinger Kirchplatz ein Kriminalitäts- und Drogenproblem zu etablieren, das es beispielsweise mit dem Berliner Volkspark Hasenheide durchaus aufnehmen könne. Auch die Anzahl von Vollbärten und bedruckten Jutebeuteln im Stadtbild habe man über die Jahre durchweg steigern können. Zudem sei die Stadt Freiburg Berlin in vielerlei Hinsicht sogar voraus: „Wir konnten die Schwaben schon nicht leiden, da wusste in Berlin noch niemand, was das überhaupt ist.“

 

Gastbeitrag von JW

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