Archäologen bestätigen: Freiburg war früher schwäbisch

Ein aufsehenerregender Fund bei Bauarbeiten in der Freiburger Innenstadt erhitzt derzeit die Gemüter. Bei Grabungen für das neue Großprojekt „Rad unter“ (wir berichteten) stießen die Arbeiter auf historische Fundstücke, bei denen es sich laut eines hinzugezogenen Archäologen um Hinterlassenschaften der Gründungssiedler Freiburgs handelt.

Eines der Objekte, die gefunden wurden, ist mittlerweile als kupferne Spätzlepresse identifiziert worden, die vermutlich aus dem Frühmittelalter stammt. „Damit ist bewiesen: Freiburg war früher schwäbisch“, bestätigt der Archäologe Prof. Dr. Wilhelm Hämmerle von der Universität Tübingen. „Wir gehen davon aus, dass die Siedlung, deren Überreste wir freigelegt haben, die Wohnstätte einiger Bauern von der schwäbischen Alb war, die aus klimatischen und dialektalen Gründen in den Südwesten abwanderten.“

Prof. Hämmerle und sein Team sind sich der Brisanz ihres Fundes durchaus bewusst. „Ja, wir wurden bereits angefeindet und beschimpft, nachdem die Bevölkerung von unserem Fund erfahren hatte“, bestätigt eine Mitarbeiterin des Ausgrabungsteams, die lieber anonym bleiben möchte, und sie wendet sich mit einem eindringlichen Appell an alle Freiburger: „Schwäbische Wurzeln zu haben ist keine Schande!“ Dennoch rät sie schwäbischen Bewohnern der Breisgaumetropole, sich in den kommenden Tagen so unauffällig wie möglich zu verhalten. „Als Schwabe ist man ja grundsätzlich nirgendwo beliebt, aber jetzt grade müssen wir wirklich aufpassen: Bald könnte es gewaltig krachen!“

 

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2 Kommentare

  1. Die Tatsache, dass eine „kupferne Spätzlepresse“ als Beweis dafür dienen soll, dass Freiburg fürher mal schwääbisch war, halte ich für nicht stichhaltig. Welcher Schwabe würde so verschwenderich sein, das damals wie heute wertvolle Kupfer für eine Spätzleprese zu verschwenden? Und ausserdem: ein echter Schwabe hat ein Spätzlebrett und einen Schaber aus Holz. Wenn es denn tatsächlich eine Spätleprese war und dann noch aus Kupfer, so denke ich das es sich um eine entartete Randgruppe gehandelt hat, aber nicht um echte Schwaben. So ist doch auch heute bei den Schwaben immer noch der Satz „drhoim isch halt doch am schönsta“ gültig.

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