Stadt beschließt unterirdische Fahrradtunnel

Nach Stuttgart 21 und Karlsruhe 21 wurde nun auch für Freiburg ein neues Bauprojekt verabschiedet: „Rad unter“. In einer Sondersitzung beschloss der Stadtrat heute geschlossen, alle Fahrradwege künftig unter die Erde zu verlegen. Damit reagiert die Politik auf das erhöhte Fahrradaufkommen in der Stadt, das vermehrt zu Unfällen und Konflikten zwischen Radlern und Autofahrern geführt hat.

Dank eines komplexen Tunnelsystems, das unterhalb des Innenstadtbereiches ausgehoben werden soll, wird dabei gewährleistet, dass die Radfahrer auch künftig ohne Umwege ihren Zielort erreichen können, ohne dabei mit dem überirdisch fließenden Autoverkehr in Konflikt zu geraten.

Eine Arbeitsgruppe von Bauunternehmern, Architekten, Politikern und Bürgervertretern stellte das Konzept im Rathaus vor. Besonders die Aspekte der Konfliktpräventation, der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und der Verschönerung des allgemeinen Stadtbildes wurden dabei in den Vordergund gestellt.

Dass das Projekt „Rad unter“ keine billige Angelegenheit für Bund und Land wird, blieb dabei kein Geheimnis. Offenbar wurde die bislang veranschlagte Kostensumme von 2,5 Milliarden Euro bereits in der Planungsphase aufgebraucht. Insiderberichten zufolge sollen die Gelder größtenteils in den Kauf von Kaffee und Kuchen geflossen sein, um die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei Laune zu halten. Das tut dem Enthusiasmus für „Rad unter“ jedoch keinen Abbruch: „Endlich hat auch Freiburg ein überteuertes Großbauprojekt, gegen das man demonstrieren kann. Vielleicht hören die Leute dann endlich auf, sich über den Lärm am Augustinerplatz zu beklagen“, so meldet sich ein Stadtratmitglied, das jedoch lieber anonym bleiben möchte, zu Wort.

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