Salomon bestätigt: „Säule der Toleranz“ wird künftig mit Atomstrom betrieben

In einer Pressekonferenz bestätigte der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon heute Meldungen, denen zufolge die beliebte „Säule der Toleranz“ auf dem Augustinerplatz künftig mit Atomstrom betrieben werden soll. „Wir Freiburger waren und sind immer schon Vorreiter und Vorbilder, was tolerantes Leben angeht“, erklärte Salomon den geladenen Journalisten im kleinen Sitzungssaal. „Dafür soll die Säule ein Sinnbild sein. Toleranz bedeutet, auch Randgruppen und benachteiligte Technologien in unserer Mitte willkommen zu heißen.“ Mit dieser Begründung rechtfertigte der OB den Entschluss des Stadtrates, die bislang solarbetriebene, leuchtende Säule im Zentrum Freiburgs künftig gänzlich mit zertifizierten Atomstrom zu versorgen. Dies solle als gutes Beispiel für geglückte Integration in der Innenstadt ein Zeichen gegen Intoleranz und Ausgrenzung setzen.

Auch den frustrierten Bewohnern der Häuser rund um den Augustinerplatz, die sich seit Jahren über das hohe Lärmaufkommen beklagen, bietet Salomon eine Schlichtung an. Dank der neuen Stromversorgung werden neue Kapazitäten möglich: Ab 22 Uhr leuchtet die Säule von nun an nicht mehr nur rot, sondern spielt auch über Lautsprecher meditative Walgesänge ab, die Besucher und Bewohner gleichermaßen beruhigen und versöhnen sollen.

Auch einen Fehler bei der Namensgebung will Salomon im Zuge der Neuerungen korrigieren. Wenngleich die Freiburger Bürger sie als „Säule“ kennen und lieben, wurde die Stadt nun schon mehrfach von Kunsthistorikern darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Bauwerk im eigentlichen Sinne nicht um eine Säule, sondern vielmehr um eine Stele handelt. „Der Unterschied ist ganz einfach: Säulen sind rund, Stelen sind eckig“, erklärt uns dazu Prof. Dr. Leander Knarr, Kunsthistoriker an der Universität Freiburg. Die falsche Nomenklatur sei Freiburger Akademikern schon seit Jahren ein Dorn im Auge gewesen, führt er aus und zeigt sich erleichtert angesichts der angekündigten Namensänderung. „Mit einer ‚Stele der Toleranz‘ können auch wir Kunsthistoriker nachts wieder ruhig schlafen.“

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